DSGVO - EASY

Datenschmutzerklärung - leicht gemacht

DSGVO – das wird nicht einfach

Hallo liebe Besucher unserer website,


Jetzt habe ich so lange an der website rumgebastelt und jetzt auch das noch: Ich brauch ne Datenschutzerklärung, denn jede website brauch so was. Kurz gesagt: Hätten Sie ne Stunde Zeit. Ja prima, dann nehmen Sie sich ein Kaltgetränk, lehnen sich zurück und lesen Sie und dabei gehe ich davon aus, dass Sie auch so viel Freude haben wie ich, mit der seit dem 25. Mai 2018 umzusetzenden DSGVO?

Na, dann geben wir uns doch mal auf eine informative, humorvolle aber auch satirisch geprägte Art und Weise gemeinsam an die Lösung des Problems. Pflichtgemäß und der Verordnung folgend, geben wir Ihnen hier die relevanten Formulierungen aus der DSGVO zur Kenntnis – und genau damit beginnt das Problem.


Eins vorneweg: Da jede website verpflichtend eine "richtige" Datenschutzerklärung veröffentlichen muss und die auf jeder Seite mit einem Klick zu erreichen sein muss, haben wir natürlich auf eine ganz "ordentliche" Datenschutzerklärung erstellt, die wir unten in der Fusszeile einer jeden Seite veröffentlicht haben. Da geht's also zum Juristendeutsch. Und so erreichen Sie durch einen Klick diese Seite


Mein Problem – Ihr Problem?
Verstehen Sie das alles? Kein Problem – oder? Mal vorausgesetzt Sie haben fünf Semester Jura studiert, sind Sprachwissenschaftler oder haben an der Ausarbeitung der DSGVO selbst mitgearbeitet. In diesen Fällen lesen sie einfach unten hier die relevanten Formulierungen aus der DSGVO, die unser Unternehmen, seine Dienstleitungen und insbesondere unsere website betreffen. Sie verstehen das ja alles blendend – oder?

Jetzt aber ernsthaft - das muss sein
Falls nicht, folgen wir hier unserer Pflicht und bringen das Thema Datensicherheit in unserem Unternehmen mal – so wie es die DSGVO fordert - auf den Punkt. Dort heißt es: „Der Verantwortliche trifft geeignete Maßnahmen, um der betroffenen Person alle Informationen gemäß den Artikeln 13 und 14 und alle Mitteilungen gemäß den Artikeln 15 bis 22 und Artikel 34, die sich auf die Verarbeitung beziehen, in präziser, transparenter, verständlicher und leicht zugänglicher Form in einer klaren und einfachen Sprache zu übermitteln; dies gilt insbesondere für Informationen, die sich speziell an Kinder richten. Die Übermittlung der Informationen erfolgt schriftlich oder in anderer Form, gegebenenfalls auch elektronisch. Falls von der betroffenen Person verlangt, kann die Information mündlich erteilt werden, sofern die Identität der betroffenen Person in anderer Form nachgewiesen wurde. Aber Achtung – erste Fallgrube: „luurens, dat maachen ich dann op Kölsch“, denn das ist eindeutig eine klare und einfache Sprache.

Alles klar? Na denn mal los! Lasst uns Klartext reden und übrigens: Das mache ich gerne, ist ja mein Beruf.

Sie besuchen also unsere website?
Darüber freuen wir uns natürlich und an Ihren Daten haben wir eigentlich überhaupt kein Interesse, da wir lediglich ein paar Informationen über uns und den Journalisten Burkhard Bechtel an den Leser weitergeben wollen, der gezielt auf unsere Seite geht. Das ist so ähnlich wie beim Zeitunglesen. Der Verlag freut sich, wenn die Zeitung viel gelesen und verkauft wird. Wer aber das Gedruckte dann letztendlich liest, ist denen eigentlich relativ egal. Also los geht’s, aber welche Fallstricke lauern da alle?

Hosting
Diese Website wird offiziell von „der racecam GmbH gehostet und uns gehören die Domains racecam.de, racecam.tv, bechtel.tv und bechtel.koeln. Die racecam GmbH hat das Hosting ausgelagert an die Firma Ionos. Die racecam GmbH – vertreten durch mich – hat für diese Domains und deren Hosting einen schriftlichen Auftragsverarbeitungsvertrag mit der 1&1 GmbH - als Vorläufer der Ionos - geschlossen und ich habe mir auch mündlich versichern lasssen, daß unsere Hosting-Daten immer sehr gewissenhaft behandeln werden. Problem eins also gelöst.


Cookies
Wir verwenden Cookies um unsere website für Sie attraktiver zu machen. Das ist dieser lästige Klick, denn jeder macht, wenn er auf irgendeine website geht. Wer liest eigentlich den Text noch? Sie möchten aber genau jetzt wissen, was Cookies sind? Gerne!
Kann man hier nachlesen.


Da bei uns ein Programmierer der Ionos – der sowas gelernt hat - die Cookies in dem website-Creator gesetzt hat und ich das eh nicht alles verstehe, würde ich Sie gerne auf unserer etwas ausführliche Datenschutzbestimmungen verweisen. Da haben kluge Leute das noch mal niedergeschrieben. Hat mich 1.800 Euronen beim Rechtsanwalt gekostet und die müssen sich ja irgendwie lohnen – also bitte lesen. Sorry, ist kompliziert, aber was soll ich machen – muss sein!

Weiter im Cookie-Paradies: Es gibt Menschen die Angst vor Cookies haben, weil sie glauben, dass man so checken kann, ob sie gestern Abend auf einer zwielichtigen Seite waren. Deswegen möchte kaum jemand, dass eine Website Cookies speichert. Dummerweise ist es aber so, dass Websites ohne Cookies heute kaum noch funktionieren. Also bitte wählen Sie auf unserer website die Cookie-Erlaubnis ganz nach Ihrem Wunsch aus.


Wer da noch so alles reinschaut: Facebook, twitter, instagram, soundcloud und Co.

Die racecam GmbH ist auch auf twitter, facebook, youtube, soundcloud und instagram und per Google Analytics präsent. Jetzt wird’s noch komplizierter und Sie müssten sich bitte ca. eine Stunde Zeit nehmen und wirklich unseren Text unter Datenschutzbestimmungen aufmerksam lesen. Tut mir leid, ich kann Ihnen das nicht ersparen.

Ich musste mit denen einen Vertrag schließen und – Achtung jetzt kommt’s – ich bin eigentlich verpflichtet – wenn man das Kleingedruckte mal genau liest – die gelegentlich zu besuchen und dabei zu überprüfen, ob die alles ordentlich machen. Ja, neee, iss klar: Der Mark Zuckerberg steht mit nem Kaffee an der Pforte im Hacker Way in Menlo Park in Kalifornien und freut sich auf meinen Besuch. Ja, neee, iss klar. Sie sind ja bestimmt auch selbst bei soundcloud, facebook, instagram oder twitter. Prima. Dann kennen Sie das ja alles und leben datenschutzrechtlich ja sozusagen in Abrahams Schoß.

Sie und unser Kontaktformular
Sie haben eine Frage oder ein Anliegen oder sie möchten uns einfach nur ausschimpfen? Prima, aber leider auch problematisch, denn Sie möchten gerne unser Kontaktformular nutzen. Okay. Gerne, aber das wird kompliziert.

Da kommt also nun eine eMail von Ihnen mit Ihrer Adresse und Ihrem Namen auf unserem Rechner an. So wie bei Ihnen auch jeden Tag zig eMails ankommen – oder? Und nun? Die eMail wird automatisch auf unserem Rechner gespeichert und wir beantworten die auch gerne sofort. Auf Ihren Wunsch hin löschen wir die auch gerne sofort wieder, schreiben Sie uns das doch einfach gleich in die eMail rein. Dann können wir aber leider keinen Kontakt mehr mit Ihnen aufnehmen um Ihnen später eventuell weitere Informationen zu geben. Ansonsten löschen wir immer zum Jahresende alle „alten“ eMails. Zu Weihnachten ist ja so eine schöne Zeit dafür. Also versprochen: Am 31.12. eines jeden Jahres sind die eMails des laufenden Jahres Geschichte.

Was, wenn Sie im Kontaktformular mogeln? Sie schreiben anstelle Ihres wirklichen Namens zum Beispiel „Donald Duck“ oder „Mickey Mouse“ ins Namensfeld des Kontaktformulars rein und geben eine Phantasie-eMail-Adresse an. Das funktioniert übrigens wirklich. Dann lesen wir zwar Ihr Anliegen, antworten und helfen können wir Ihnen aber nicht. Wir kennen ja weder Ihren Namen noch Ihre eMail-Adresse

Und was wenn Sie uns einfach gar keine eMail schreiben? Dann lösen wir zwar Ihr Problem nicht, aber datenrechtlich ist das besonders unbedenklich.

Noch ne Idee: Sie rufen uns einfach an. Damit beginnt aber das nächste Datenschutzproblem.


Es klingelt: Ihr Anruf bei uns

Wir haben eine spezielle Telefonnummer auf unserer website. Dies ist die +49 - (0)2|2|3|3.|9|4|6|4|1|4|3|. Die benutzen wir nur auf der website und die ist hier auch ganz komisch niedergeschrieben, mit den viele Strichen zwischen den Ziffern. Sie klingeln also nun ganz exklusiv an. Warum? Weil ich meine „normale“ Nummer nicht rausgebe. Wenn ich die auf die website schreibe, kommt wieder so ein komischer Robot, erfasst die Nummer automatisch und dann labern mich wieder zig Callcenter zu; muss ich nicht haben.

Aber was passiert denn nun wenn Sie anrufen? Der Anruf wird auf unsere Büronummer oder auf mein Handy weitergeleitet. Ich spreche dann mit Ihnen, versuche Ihr Anliegen zu lösen und jetzt kommt wieder der Datenschutz ins Spiel. Das kennen Sie – oder?

Festnetztelefone und Smartphones haben die „böse“ Eigenschaft Anrufe in einer Liste zu speichern – und nun? Glauben sie wirklich, dass wir diese Liste nach jedem Anruf löschen? Nein, das machen wir nicht. Es sei denn, Sie verlangen das von uns. Unser Rückruf an Sie wird dann allerdings schwierig bis unmöglich.

Sie sind damit einverstanden, dass der Anruf in der Anrufliste bleibt. Prima. Dann können wir Sie also kontaktieren, aber dürfen wir Ihre Nummer denn auch unter „Kontakte“ bei uns abspeichern oder möchten Sie das nicht? Das Recht haben Sie, aber dann wird’s wieder blöd. Ich kann mir nämlich nicht mehr als zehn Namenszugehörigkeiten zu Rufnummern merken. Aber okay. Wir legen Ihre Rufnummer also in dem Fall selbstverständlich nicht unter „Kontakte“ ab. Schade, vielleicht wären wir gerne in Kontakt geblieben.

Sie gestatten uns aber das Speichern – und dann? Ich speichere die Nummer und schreibe sogar Ihren Namen, die Firma und vielleicht sogar die Anschrift dazu. Und dann? Glauben Sie wirklich, dass wir unsere Telefone jedes Jahr nach Kontakten durchforsten, die älter sind als ein Jahr um Sie eventuell zu löschen? Nein, das machen wir nicht. Wir lassen die Daten im Kontaktordner drin - so wie sie wahrscheinlich auch. Und nun?

Sie möchten nach einer gewissen Zeit aber aus unserem Telefonspeicher gelöscht werden? Gerne. Kontaktieren Sie uns. Sie haben ja noch unsere Nummer (die dürfen sie übrigens auch gerne für längere Zeit speichern). Wir löschen dann Ihren Eintrag bei uns sofort. Versprochen! Und was geht noch?

Sie schreiben uns einen Brief
Gerne! Aber jetzt kommt das nächste Problem. Stellen Sie sich mal vor, Sie schreiben - wie es sich gehört - Ihren Absender auf den Briefumschlag und vielleicht haben Sie sogar einen Briefkopf auf Ihrem Schreiben. Was mache ich denn jetzt?

Meist liegt so ein Brief vier Wochen auf meinem Schreibtisch rum. Ich räume nämlich nur jeden Monat einmal meinen Schreibtisch auf. Ihr Anliegen habe ich aber hoffentlich dann schon gelöst. Was mache ich jetzt mit dem Brief. Wenn’s für uns und Sie wichtig ist, lege ich den wir früher üblich in einem Leitz-Ordner ab. Und nun: Erlauben Sie mir das? Ich hoffe ja. Wenn nicht, weisen Sie mich bitte schon im Brief drauf hin. Dann vernichte ich den gerne sofort. Wir Shreddern übrigens in Schnipsel von einer Kantenlänge von rund 3 mm. Erwarten Sie aber nach den Shreddern bitte keine Antwort und auch keine Problemlösung. Ich weiß ja nicht an wen und wohin ich schreiben soll.

Was aber wenn Sie Steuerberater, eine staatliche Einrichtung oder vielleicht sogar das Finanzamt sind oder wenn wir im geschäftlichen Verkehr miteinander stehen oder wenn da noch unbezahlte Rechnung herumschwirren? Okay, dann halte ich mich an die gesetzliche vorgeschriebene Aufbewahrungsfrist. Das können übrigens bis zu zehn Jahre sein und dann hat die DSGVO leider Pech gehabt. Wäre ja auch blöd oder supertoll (je nach Blickwinkel), wenn sich das „Recht auf Vergessenwerden“ lt. DSGVO auch auf nicht bezahlte Rechnungen anwenden ließe.

Ganz tricky: Sie schicken uns eine Whats App.
Das geht leider nicht, da wir der Firma WhatsApp Inc. nicht den Zugriff auf unseren Kontaktordern gestatten wollen. Also haben wir WhatsApp nur auf dem privaten Handy installiert. Die Nummer gebe ich aber nur an Freuden raus. Gehören Sie zu meinem privaten Freundeskreis, können wir also gerne auch per WhatsApp in Kontakt bleiben.

Willst Du mein Freund sein?
JA | NEIN | VIELLEICHT. Zutreffendes bitte einfach ankreuzen.

Sie überreichen mir Ihre Visitenkarte?
Ganz ehrlich: Üblicherweise übertrage ich die Daten von Ihrer Karte dann in meinen Ordner „Kontakte“. Sie haben ja auch meine Karte bekommen und wir wollten ja eigentlich in Kontakt bleiben. Darf ich die Angaben auf Ihrer Visitenkarte in den Ordner übertragen? Wenn nein, sagen Sie es mir bitte beim Überreichen der Visitenkarte.

Darf ich Ihre Karte denn wenigstens auf altertümliche Art und Weise in einer Plastikkiste aufbewahren? Wenn nein, sagen sie mir dies bitte auch.

Was machen wir denn jetzt? Ich hab ne Idee: Flüstern Sie mir die Daten ganz leise ins Ohr. Ich versuche Sie auswendig zu lernen und mir zu merken. Meines Wissens ist die Speicherkapazität des menschlichen Hirns derzeit noch nicht von der DSGVO betroffen.

Sie haben immer noch datenrechtliche Bedenken?
Dann wird’s eng. Jetzt fallen mir noch die Brieftaube und das persönliche Vorbeikommen ein. Aber auch hier bitte Vorsicht: Brieftauben sollen einen wahnsinnigen Orientierungssinn haben.


Sie sind Rennfahrer?

Damit werden Sie bei mir zum Sonderfall. Warum? Na, ich bin doch Kommentar für Motorsport und da ich im Fernsehen oder im Stream gerne als gut informiert gelten möchte, schreibe ich mir im Zettelchen und da scheibe ich dann drauf, wie Sie heißen, wo Sie herkommen, wie alt Sie sind und wieviel Autorennen Sie schon gewonnen haben - und noch viel mehr. Jetzt können Sie zwar die Löschung verlangen - das mache ich dann auch sofort - aber...bei sowas habe ich ein sensationelles Gedächtnis, kann mir das alles merken und das Gehirn dann zu löschen wird schwierig. Und stellen Sie sich mal vor, Sie werden sogar Formel-1-Weltmeister, da werden Sie zum Thema "Löschen" übrigens gar keine Chance mehr gegen das Internet haben; da werden Sie wohl auf alle Zeiten drinstehen.


Ich darf das sogar

Übrigens: Bei Ihnen als Rennfahrer darf ich das sogar alles speichern. Warum? Da gibt es das sogenannte Medienprivileg als eine Art Ausnahme zur DSGVO. Kurz gesagt: Das Medienprivileg nimmt die journalistisch-redaktionelle Verarbeitung personenbezogener Daten von bestimmten Datenschutzbestimmungen aus. Es handelt sich um eine sogenannte datenschutzrechtliche Bereichsausnahme, damit Journalisten bei ihren Recherchen keine „Schere im Kopf“ haben, wenn sie jederzeit an datenschutzrechtliche Aspekte denken müssten. Gut - oder. Ein bißchen mehr zum Nachlesen gibt's hier.


Mal so eben was am Rande
Also, Sie sehen ganz so einfach ist das nicht. Mein Ziel war es aber, Ihnen unseren umfangreichen Bemühungen zur Einhaltung des geforderten Datenschutzes bestmöglich umzusetzen und ich hoffe sehr, dass ich dies im Sinne und nach den Forderungen der DSGVO hie bestmöglich erklärt habe.


Darf ich noch nen Seitenhieb loswerden?

Wenn es die Macher der DSGVO doch wenigstens geschafft hätten, den eMail-Spamern, die mich täglich mit Dutzenden von „Bit-Coin-Chancen“ im Namen von allen möglichen C-Klasse-Prominenten zumüllen, mir tolle neue Jobs anbieten und mich mit Rotlicht-Angeboten überfluten, das Handwerk zu legen. Tja, wenn die außereuropäischen Spamer mal verbannt worden sind, verspreche ich die DSGVO zehn Mal per Hand abzuschreiben.

Und übrigens:
Hier geht es zu unseren Datenschutzbestimmungen – so wie sie halt jeder schreibt.

Und hier habe ich Ihnen noch mal die PDF mit den 88 DIN-A4-Seiten des original Gesetztextes angelegt.

Auf gute Zusammenarbeit

Burkhard Bechtel

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